14. September 2018 06:30

Messe in Leipzig - EU-Datenschutz-Grundverordnung ist ein Thema der FACHDENTAL Leipzig

Innerhalb der Zahnärzteschaft herrscht Verunsicherung: Die von der Bundeszahnärztekammer zu einem sechsseitigen Merkblatt komprimierte EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) enthält einen Maßnahmenkatalog, der nach Meinung vieler noch mehr Bürokratie in den Praxisalltag bringen wird. Ziele der neuen Vorschriften sind ein erweiterter Schutz der Privatsphäre, die Vereinheitlichung des europäischen Datenschutzrechts sowie die damit verbundene Stärkung der digitalen Ökonomie. Unter anderem sieht das „Basispaket“ für Zahnarztpraxen umfassende Prüfungs-, Dokumentations- und Informationspflichten vor. Bei Verstößen drohen Bußgeldverfahren.
Auf der FACHDENTAL Leipzig informiert die Landeszahnärztekammer Sachsen am 28. und 29. September 2018 über die unmittelbaren und längerfristigen Auswirkungen der neuen Verordnung.


„Viele Praxen sind auf einem guten Weg“
Panik sei jedoch unangebracht, meint Datenschutzexperte und Praxisberater Marco Libano, der bei der FACHDENTAL Leipzig einen Vortrag zum Thema „Datenschutz in der Zahnarztpraxis“ hält: „Aus Vorsicht machen viele Praxen mehr als erforderlich, das ist verständlich, aber unnötig. Das Gesetz soll nicht zur Geißel der Arbeit werden. Gerade in den sozialen Medien kursieren viele Falschmeldungen. Praxen, die sich rechtzeitig um das Thema gekümmert haben, sind jedenfalls auf einem guten Weg. Die anderen sollten dringend damit beginnen. Nichtstun ist schlecht, Panikmache aber genauso!“

„Datenschutz ist Teil des Qualitätsmanagements“
Basis für die Umsetzung der EU-DSGVO sind moderne IT-Technik und ein funktionierendes Qualitätsmanagement, welches jedoch nicht vom Datenschutz getrennt werden sollte. „Der Datenschutz ist Teil des Qualitätsmanagements“, betont Libano, der Klagen über einen erhöhten Aufwand durchaus versteht: „Der Aufwand in den Praxen ist ohnehin schon sehr hoch, heute steckt viel mehr Bürokratie hinter der Behandlung als früher, etwa durch neue Hygienevorschriften. Insbesondere für kleine Praxen bedeutet die Umsetzung der EU-DSGVO eine erhebliche Mehrbelastung.“ Trotz der Kosten für eine entsprechende Software oder die Einstellung eines externen Datenschutz-Beauftragten warnt der Experte jedoch nachdrücklich davor, „erst einmal abzuwarten“: Im Falle einer Kontrolle ersparten derlei Maßnahmen möglicherweise hohe Bußgelder.


„Schützer und Betroffene zugleich“
Datenschutz nach EU-DSGVO ist also zunächst eine Frage der Motivation – und des richtigen Know-hows. Libano: „Wichtig ist, dass die Mitarbeiter über das notwendige Fachwissen verfügen, denn nur dann lassen sich bestimmte Dinge umsetzen.“ Oft genüge es bereits, die Belegschaft „neu für den Datenschutz zu sensibilisieren, um die Berufsblindheit zu vermeiden, die sich mit den Jahren einstellt.“ Dabei seien Praxen „Schützer und Betroffene gleichzeitig, denn es geht auch um den Personalschutz“. Die allgemeine Mediendebatte begünstige diese Prozesse: „Im Grunde ist das Ganze in Deutschland nichts Neues, da wir schon immer einen strengen Datenschutz hatten. Derzeit bekommt jeder mit, wie mit unseren Daten umgesprungen wird. Das will niemand.“

Die Leipziger Messe öffnet ihre Tore für die FACHDENTAL Leipzig am 28. und 29. September 2018 - um „Datenschutz in der Zahnarztpraxis“ geht es am Freitag um 18:00 Uhr und Samstag um 12:00 Uhr.

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