Messe in Bremen - Morgen beginnt die LEBEN UND TOD: Eine "Sterbamme" stellt sich vor

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Der Tod bedeutet Abschied für immer – von gemeinsamen Gesprächen, Spaziergängen, Zukunftsplänen. Manche Menschen überwinden die Lebenskrisen besser als andere, schöpfen aus ihnen sogar Kraft - dieses Thema steht ab morgen im Fokus der LEBEN UND TOD (bis. 9. Mai). Und so lautet zum Beispiel der Titel einer Diskussion "Aus Krisen gestärkt hervorgehen" (morgen ab 11.30 Uhr). Darin bringen die bekannte Moderatorin Bärbel Schäfer, der Schauspieler Markus Majowski sowie die TV-Journalistin und Moderatorin Susanne Conrad persönliche Erfahrungen ein – Bärbel Schäfer etwa verlor 1998 ihren Lebensgefährten, 2013 starb ihr Bruder. Auch weitere Vorträge und Diskussionsrunden stehen auf dem Programm der LEBEN UND TOD, die u.a. dazu anregen sollen, in guten Tagen vorzusorgen.

Zur Veranstaltung gehört auch diesmal eine Ausstellung. Erstmals informiert die Hamburgerin Claudia Cardinal über ihre Arbeit als "Sterbeamme": Während eine Hebamme sanft ins Leben hinein hilft, geleitet eine Sterbeamme Menschen hinaus aus der Welt. "Sorge, Furcht, Angst und Panik werden Sterbenden und Schwerstkranken zu ständigen Begleitern. Ich will ihnen diesen Horror nehmen und mit ihnen eine neue Haltung zum Sterben entwickeln", sagt Cardinal. Seit 2001 bietet sie eine zertifizierte Ausbildung an, mittlerweile arbeiten bundesweit über 450 Sterbeammen und -gefährten.

Außerdem finden Besucher in der Ausstellung Grußkarten, Literatur und Musik, ungewöhnliche Urnen etwa in Gestalt einer Büste von Verstorbenen sowie ausgefallenen Trauerschmuck. Die Nienburgerin Gela Hecking-Kühl zum Beispiel fertigt "Charatücher" an. "Der Name stammt von dem althochdeutschen Wort für Trauer, erinnert aber auch an das Wort Charakter", sagt sie, denn die Sargtücher lassen sich sehr individuell gestalten.

Die Messe Bremen öffnet ihre Tore für die LEBEN UND TOD 2015 am 8. und 9. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 6 Euro.