Die Wunschvorstellung eines aufstrebenden Designers - die können die Besucher der imm cologne (18. bis 24. Januar 2016) bei der Experimentierplattform "Das Haus - Interiors on Stage" begutachten: Ein simuliertes Wohnhaus inmitten der Messe.
Der Kreative ist Sebastian Herkner - er besitzt ein außergewöhnliches Gefühl für das Material und seine originellen, trotz ihrer Schnörkellosigkeit seltsam verführerischen Formlösungen haben dem 34-Jährigen schnell hohes internationales Ansehen eingetragen. Als Viel-Reisender sammelt er Eindrücke, Alltagsgegenstände und Handwerkstechniken. Marken wie Moroso, Fontana Arte, Sitzfeldt, Very Wood by Gervasoni, Sancal, Böwer, Gubi, Leff Amsterdam, Carl Mertens, Pulpo, La Chance, De Vorm, Rosenthal oder Nya Nordiska betrauen ihn mit Entwürfen für Möbel, Leuchten, Tableware und Showrooms. Er versteht es, Wertigkeit und Charakter des Materials herauszustellen und dabei Handwerk und Hightech sinnvoll zu kombinieren.
Für Das Haus – Interiors on Stage schwebt Herkner etwas vor, das unterschiedlicher nicht sein könnte im Vergleich zum kubischen, in zweistöckige Kammern unterteilten Entwurf des Shanghaier Architekturstudios Neri&Hu von 2015: Luftig und textil soll es sein, Das Haus 2016, und ein mit allen Sinnen erfahrbares Erlebnis offenen Wohnens vermitteln. "Ich möchte keine starren Mauern, sondern ein Haus, das Offenheit kommuniziert", deutet Herkner die Eckpfeiler seines Konzepts an. „Ein Haus kann doch zweierlei aussagen: ‚Bleib draußen!‘ oder ‚Komm herein!‘. Angesichts der Flüchtlingsschicksale ist es Zeit, der politischen Abschottung ein Zeichen der Offenheit und der Empathie entgegenzusetzen", findet Sebastian Herkner.
Die Messe Köln öffnet ihre Tore für die imm cologne 2016 vom 18. bis 24. Januar.
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