Der Bazaar Berlin (08. bis 12. November 2017) - Verkaufsmesse für Kunsthandwerk, Design, Naturwaren und Fair Trade-Produkte aus aller Welt - zeigt zum ersten Mal fair produzierte Mode aus Kambodscha. Löhne, von denen es sich kaum leben lässt, extrem lange Arbeitstage und marode Produktionsstätten – ein Großteil der in Deutschland verkauften Mode wird in Ländern wie Kambodscha unter prekären Bedingungen produziert. Doch das geht auch anders: Dass Mode aus Kambodscha durchaus fair produziert werden kann und dabei erschwinglich und vor allem sehr stylish ist, beweist das Modern Ethnic Design Center in Phnom Penh.
Unterstützung gibt es dabei von der Messe Berlin und der sequa GgmbH im Rahmen des develoPPP.de Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Ziel des Projektes ist die Aus- und Fortbildung von kambodschanischen Designerinnen und Designern, um nachhaltige und fair produzierte Kollektionen für den europäischen Markt zu produzieren.
Anne Lonnes, Absolventin des Düsseldorfer Fashion Design Institutes, berät die Designer vor Ort in Sachen europäischer Modegeschmack. Anne Lonnes: „Für die Kollektionen werden Stoffe und Accessoires von lokalen Unternehmen verwendet, um das Kunsthandwerk und traditionelle Weber aus Kambodscha zu unterstützen. Einige der Designer haben sich zudem auf natürliches Färben von Seidenstoffen spezialisiert, andere experimentieren mit natürlichen Fasern wie Banane oder Lotus.“
Erstmalig präsentieren die kambodschanischen Designerinnen und Designer ihre Kollektion beim Bazaar Berlin. Die Verkaufsmesse setzt sich bereits seit mehr als 50 Jahren für Nachhaltigkeit und Fair Trade ein. Insgesamt 500 Händler und Hersteller aus aller Welt werden wieder ihre Produkte präsentieren – von Mode und Schmuck, über Wohnaccessoires bis hin zu Fair-Trade Produkten und Naturwaren. Erwartet werden rund 40.000 Besucherinnen und Besucher.
Die Messe Berlin öffnet ihre Tore für die Bazaar Berlin 2017 vom 08. bis 12. November.