Vom 15. bis 17. September 2026 bringt die Kind + Jugend in Köln die internationale Branche für hochwertige Baby- und Kleinkindausstattung zusammen. Im Fokus stehen dabei die Entwicklungen, die den Markt aktuell umtreiben: Digitale Lösungen gewinnen weiter an Bedeutung, Nachhaltigkeit wird messbarer, Eltern treffen bewusstere Kaufentscheidungen, Sicherheit wird umfassender gedacht und neue regulatorische Vorgaben erhöhen die Anforderungen an Hersteller und Handel.
„Die Branche befindet sich in einem stetigen Wandel. Zwischen Künstlicher Intelligenz, strengeren Regularien und den steigenden Erwartungen von Eltern verändern sich die Anforderungen an Hersteller und ihre Produkte deutlich. Gleichzeitig entstehen neue Innovationschancen und die Möglichkeit, die Zukunft der Branche mit passenden Lösungen aktiv mitzugestalten“, erklärt Jörg Schmale, Director der Kind + Jugend. „Die Kind + Jugend bietet Ausstellern die ideale Plattform, um diese Lösungen dem internationalen Fachhandel zu präsentieren, der vor Ort gezielt nach Produktneuheiten und -weiterentwicklungen für sein Sortiment sucht.“
Smarte Technologien zwischen Komfort und Verantwortung
Ein zentrales Zukunftsfeld ist das sogenannte „Smart Parenting“. Wearables zur Schlaf- und Atemüberwachung, KI-gestützte Babyphones oder digitale, interaktive Lern- und Spielsachen entwickeln sich zunehmend von technischen Zusatz- oder Komfortprodukten hin zu konkret gewünschter Ausstattung für Gesundheitsmonitoring und Prävention.
Gleichzeitig wachsen die Diskussionen rund um Themen wie Datenschutz, Cybersicherheit und die Auswirkungen der digitalen Dauerüberwachung auf die Eltern-Kind-Bindung. Somit steigt auch der regulatorische Druck auf die Hersteller.
Nachhaltigkeit: vom Trend zum neuen Standard
In der Branche entwickelt sich Nachhaltigkeit zunehmend von einem Trend zu einer klaren Markterwartung. Gefragt sind langlebige, wiederverwendbare und ressourcenschonende Produkte aus recycelten oder biologisch erzeugten Materialien, etwa Bio-Baumwolle oder Bambus. Neu ist dabei vor allem der verstärkte Fokus der Verbraucherinnen und Verbraucher auf Transparenz, Kreislaufwirtschaft und Nachweisbarkeit.
„Nachhaltigkeit wird künftig messbarer und vergleichbarer. Unternehmen müssen stärker nachweisen, wie ihre Produkte hergestellt werden, welche Materialien sie einsetzen und wie langlebig ihre Lösungen tatsächlich sind“, so Schmale.
Bewusster Konsum mit echtem Mehrwert
Insbesondere die Erwartungen und das Konsumverhalten von Eltern wandeln sich. Sie achten verstärkt auf hochwertige Produkte mit pädagogischem oder funktionalem Mehrwert und bewerten Spielzeug und Ausstattung danach, inwiefern sie Kreativität, Selbstständigkeit, soziale Kompetenzen und die kindliche Entwicklung fördern.
Der Trend geht dabei klar zu weniger, aber bewusst ausgewählten Produkten, die Lernen und Spielen sinnvoll kombinieren.
Gesundheit und Produktsicherheit rücken stärker in den Fokus
Ein weiteres zentrales Thema der Branche ist und bleibt die Produktsicherheit. Kaum eine Produktkategorie wird in der EU häufiger als gefährlich gemeldet als Spielzeug.
Dabei sind nicht nur akute Risiken relevant, sondern auch mögliche gesundheitliche Langzeitwirkungen von Materialien und Inhaltsstoffen, die das Hormonsystem beeinflussen oder Allergien auslösen können. Schadstofffreie und möglichst „toxinfrei” produzierte Produkte entwickeln sich zunehmend vom Premiummerkmal zum neuen Standard.
Darüber hinaus erweitert sich der Sicherheitsbegriff: Neben der physischen Sicherheit rücken auch die Auswirkungen von digitalen Spielzeugen auf die psychosoziale Gesundheit stärker in den Fokus.
Neue EU-Spielzeug und -Verpackungsverordnung
Eine der wichtigsten regulatorischen Entwicklungen ist die neue EU-Spielzeugverordnung (EU 2025/2509), die ab 2030 vollständig in Kraft tritt, aber bereits heute den internationalen Markt spürbar beeinflusst. Sie beinhaltet strengere Regeln und explizite Verbote bestimmter Schadstoffe (endokrine Disruptoren, PFAS „Ewigkeitschemikalien“ und allergene Duftstoffe), einen digitalen Produktpass (DPP) per QR-Code, über den Informationen zu Inhaltsstoffen und Produktsicherheit abrufbar sind, sowie neue Vorgaben für vernetzte Spielzeuge. Zusätzlich steigen die Anforderungen an Online-Marktplätze und Händler.
Auch die neue EU-Verpackungsverordnung (2025/40) bringt Veränderungen hinsichtlich der Recyclingfähigkeit, Wiederverwendbarkeit und der Menge von Verpackungen mit sich. Dadurch sollen Einweg-Plastikprodukte zunehmend verdrängt werden.
Kind + Jugend 2026: Trends erleben und Zukunft mitgestalten
Als internationale Handels- und Trendplattform macht die Kind + Jugend 2026 diese Entwicklungen und Herausforderungen unmittelbar erlebbar. Sie zeigt, mit welchen Innovationen die Hersteller auf die steigenden Anforderungen und veränderten Bedürfnisse in den Bereichen Nachhaltigkeit, Sicherheit und Digitalisierung reagieren, und schafft gleichzeitig Raum für fachlichen Austausch über die Zukunft der Branche.
Die Messe Köln öffnet ihre Tore für die Kind + Jugend 2026 vom 15. bis 17. September.
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Kontakt: Koelnmesse GmbH, Paul Schubert, Tel: +49 221 821-3217, E-Mail: p.schubert@koelnmesse.de