MEDICA und COMPAMED 2026: MEDICINE + SPORTS CONFERENCE im Messegeschehen

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Der neue Standort für die hochkarätig besetzte Sportmedizinkonferenz ist Teil der strategischen Weiterentwicklung der MEDICA. Wissenschaftlicher Austausch und Wissensvermittlung werden gezielt mit konkreten Medizintechnik-Innovationen und deren praktischer Anwendung verzahnt. Die unmittelbare Nachbarschaft zum MEDICA SPORTS HUB, geführte Innovationstouren zu Ausstellern und zusätzliche Masterclasses schaffen dafür kurze Wege zwischen Konferenz, Produkterlebnis und fachlichem Dialog.

„Damit entwickeln wir eines der etablierten Konferenzformate der MEDICA konsequent weiter: Aus der wissenschaftlichen Diskussion führt der Weg unmittelbar zu Technologien und Anwendungen, die neue Versorgungskonzepte bereits heute möglich machen“, erklärt Carmen Berger, Verantwortliche der Messe Düsseldorf für die MEDICA (und parallele Zuliefererplattform COMPAMED).

Vom Weltraum bis zur Prävention neurologischer Erkrankungen

Den Auftakt der Konferenz übernimmt ESA-Astronaut Dr. Matthias Maurer mit seiner Opening Keynote am Mittwoch, 18. November, um 13 Uhr. Der Teilnehmer der ISS-Mission „Cosmic Kiss“ gibt Einblicke in die körperlichen und mentalen Anforderungen der Raumfahrt.

Anschließend rückt die Verbindung von Bewegung, Gehirnleistung und gesundem Altern in den Mittelpunkt. Die von Prof. Bettina Wollesen geleitete Session beleuchtet sowohl die Optimierung kognitiver Leistungen im Spitzensport als auch die Prävention neurodegenerativer Erkrankungen.

Profi-Beachvolleyballspielerin und Psychologin Dr. Sandra Ittlinger spricht über Brain Training im Leistungssport. Prof. Thorben Hülsdünker von der LUNEX University zeigt, wie neurophysiologische Trainingsmethoden sportliche Leistungen beeinflussen können. Prof. Nadja Schott von der Universität Stuttgart beleuchtet die Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität, geistiger Leistungsfähigkeit und gesundem Altern.

Den Abschluss bildet Prof. Stefan Isenmann, Leiter der Neurologischen Klinik des St. Josef Krankenhauses Moers und Vorsitzender der Schlaganfallpräventionskommission. Er spricht über die Prävention neurovaskulärer und neurodegenerativer Erkrankungen. In einer zusätzlichen Masterclass werden neue Erkenntnisse zur Primärprävention von Schlaganfällen durch Bewegung, Sport, Ernährung und Lebensstil vertieft.

Longevity: Was können Ernährung und Supplements leisten?

Ein weiterer Schwerpunkt ist der stark wachsende Bereich Longevity. Die Session „Longevity boosters – Deep-diving into the world of nutrition and supplements“ nimmt Nahrungsergänzungsmittel und ihre wissenschaftliche Evidenz kritisch unter die Lupe.

Dr. Lutz Graumann, Facharzt für Sportmedizin, Chiropraktik und Ernährungsmedizin, analysiert unter dem Titel „What works, what doesn’t – and who paid for it?“ den boomenden Supplement-Markt. Dr. Wolfgang Brysch, CEO der iuLabs GmbH, thematisiert natürliche Inhaltsstoffe und mitochondriale Funktionen. Juliane Kupfer, Leiterin Performance Nutrition bei MYOS Sport & Health, präsentiert Erkenntnisse aus langjährigen Untersuchungen von Spitzensportlern.

Ashley Anderson, internationale Expertin für Sportpharmazie und Anti-Doping, stellt anschließend zentrale Ergebnisse des 6. International Sports Pharmacy Symposiums vor.

Von der Konferenz direkt zu den Innovationen

Wie konsequent die MEDICA 2026 Wissenschaft und Anwendung miteinander verbindet, zeigt sich unmittelbar nach den Sessions: Die Konferenzteilnehmer wechseln auf eine geführte Innovationstour zur WT Wearable Technologies Show in Halle 12 und zum MEDICA SPORTS HUB in Halle 4.

Dort werden aus diskutierten Themen konkrete Produkte und Anwendungen. Wearables, Sensorik, Trainings- und Diagnostiklösungen können unmittelbar erlebt und teilweise selbst getestet werden.

Gerade diese Verbindung kennzeichnet die Neupositionierung der Konferenz: Wissenschaftliche Erkenntnisse bleiben nicht im Konferenzraum, sondern werden mit Technologien, Unternehmen und konkreten Anwendungsszenarien zusammengebracht.

Sport auf Rezept: Von wissenschaftlicher Evidenz zur Versorgung

Der zweite Konferenztag startet mit „Exercise is Medicine – Implementing international best practice“. Prof. Jürgen Steinacker vom Universitätsklinikum Ulm und Präsident von Exercise is Medicine Europe thematisiert, wie Bewegung als wirksames Instrument für Prävention und Gesundheitsförderung stärker in die medizinische Praxis integriert werden kann.

Prof. Mats Börjesson stellt Ergebnisse der schwedischen Langzeitstudie „Physical activity on prescription“ vor. Prof. Yannis Pitsiladis von der Hong Kong Baptist University beleuchtet die Rolle von Technologien bei der Förderung körperlicher Aktivität.

Auch Prehabilitation wird thematisiert: Patientinnen und Patienten werden dabei bereits vor geplanten Operationen oder belastenden Therapien körperlich, ernährungsphysiologisch und psychosozial vorbereitet, um ihre funktionelle Reserve zu erhöhen und die Erholung nach einem Eingriff zu unterstützen.

Adipositas, Abnehmspritze und Bewegung

Mit der Session „The Obesity Epidemic – Understanding and Addressing Challenges“ rückt ein weiteres aktuelles Versorgungsthema in den Mittelpunkt. Prof. Christine Joisten von der Deutschen Sporthochschule Köln und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention beleuchtet Adipositasprävention als Herausforderung für die öffentliche Gesundheit.

In zusätzlichen Masterclasses geht es unter anderem um Chancen und Risiken von Medikamenten zur Gewichtsreduktion aus sportmedizinischer Perspektive sowie um die praktische Umsetzung von „Exercise on Prescription“.

Prof. Klara Brixius vom Institut für Herz-Kreislauf-Forschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln beschäftigt sich mit „Sarcopenic Obesity“: dem gleichzeitigen Auftreten von Adipositas und einem Verlust von Muskelmasse und Muskelfunktion.

KI, Wearables und Leistungsdiagnostik im Spitzensport

Wie eng technologische Innovation und sportmedizinische Praxis inzwischen miteinander verbunden sind, zeigt die Session „Peak Performance – Transforming Performance Monitoring and Diagnostics of Elite Athletes with AI, Technology and Interdisciplinary Approaches“.

Dr. Jens Hinder, Rennarzt des Radsportteams Lidl-Trek, gibt Einblicke in Leistungsdiagnostik und Betreuung im professionellen Radsport. Dr. Torstein Dalen-Lorentsen vom norwegischen SINTEF Institut diskutiert Möglichkeiten und Grenzen von Wearable-Daten für den Leistungssport. Dr. Michael Schwenk zeigt, wie KI-gestützte Bewegungsanalysen neue Perspektiven von der Leistungsoptimierung bis zur Prävention und Rehabilitation eröffnen. Ein Beispiel ist das Forschungsprojekt SMARTGAIT, bei dem Smartphone-Videos genutzt werden, um Gangereignisse und Bewegungsparameter mithilfe von KI zu analysieren.

Sportpharmazie und Anti-Doping ergänzen das Programm

Bereits am Montag, 16. November, findet in Halle 4 das 6. International Sports Pharmacy Symposium in Zusammenarbeit mit dem International Sports Pharmacists Network (ISPN) statt. Internationale Expertinnen und Experten aus Pharmazie, Sportmedizin, Anti-Doping-Arbeit und Forschung diskutieren unter anderem internationale Ausbildungsprogramme für Sportpharmazeuten, Ergogenika, neu auftretende Designer-Substanzen, Kontaminationsrisiken bei Nahrungsergänzungsmitteln und die Rolle der Pharmazie für sauberen Sport.

Ein weiterer Programmpunkt beschäftigt sich mit Cannabis im Sport. Vor dem Hintergrund der teilweisen Legalisierung werden medizinische, pharmakologische und Anti-Doping-Perspektiven diskutiert.

Masterclasses vertiefen Wissen und Anwendung

Neu hinzu kommen 90-minütige sportmedizinische Masterclasses für Inhaber des Premium-Tickets. Themen sind unter anderem Medikamente zur Gewichtsreduktion und Sport, Bewegung auf Rezept, Longevity, Schlaganfallprävention durch Sport, Ernährung und Lifestyle sowie Long Covid.

Die MEDICA MEDICINE + SPORTS CONFERENCE wird von einem internationalen Netzwerk renommierter Organisationen unterstützt. Dazu gehören die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP), die International Federation of Sports Medicine (FIMS), das American College of Sports Medicine (ACSM), die European Federation of Sports Medicine Associations (EFSMA), die Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), Exercise is Medicine Europe sowie WT | Wearable Technologies.

Sportmedizinerinnen und -mediziner erhalten für die Konferenzteilnahme Fortbildungspunkte der Ärztekammer Nordrhein.

Die Messe Düsseldorf öffnet ihre Tore für die MEDICA und COMPAMED 2026 vom 16. bis 19. November.

Städteübersicht für weitere Messen in Nordrhein-Westfalen.

Kontakt: Messe Düsseldorf GmbH, Martin Koch, +49-(0)211-4560444, E-Mail: KochM@messe-duesseldorf.de