Ist das Zeitalter von Händler versus Lieferant zu Ende? Die Unternehmen in allen Bereichen des Fruchthandels stehen heute stärker denn je unter Druck, eine schnellere, flexiblere und berechenbarere Versorgung anzubieten. Somit nimmt auch die Bedeutung strategischer Partnerschaften zwischen den verschiedenen Akteuren zu. Das ist eine der wichtigsten Schlussfolgerungen des zweiten Teils des Berichts „Disruption in der Distribution", einem bahnbrechenden neuen Trendreport, der von der Unternehmensberatung Oliver Wyman erstellt und von der führende Fachmesse für den globalen Fruchthandel, der FRUIT LOGISTICA (06. bis 08. Februar), veröffentlicht wurde.
Der Bericht nimmt die Lieferkette in den Fokus und legt nahe, dass der konfrontative Ansatz, der traditionell von einigen der großen Supermärkte eingenommen wird, bei Obst- und Gemüseunternehmen in Zukunft zurückgehen wird. Die Marktnachfrage nach Effizienz und Transparenz wird vielmehr bedingen, dass es für Lieferanten und Kunden wirtschaftlich sinnvoller ist, zusammenzuarbeiten, um bestimmte gemeinsame Ziele zu erreichen, darunter:
• Leerlaufzeiten aus dem Bestellprozess zu tilgen • Volumenprognosen und andere Informationen auszutauschen • Schwund und Ausschuss zu reduzieren. Der Bericht legt dar, dass diese Faktoren mehr Frische garantieren, die Zufriedenheit der Verbraucher steigern und zudem das ganze Jahr über die Versorgung sicherstellen – bei jedem Wetter. Das bedeutet mehr finanzielle Nachhaltigkeit für die Betriebe, die diesen neuen Ansatz verfolgen.
Es wird jedoch auch darauf hingewiesen, dass zur Erreichung dieser Ziele Investitionen in bessere Instrumente erforderlich sind. Die Verwaltung von Schlüsselbereichen wie Logistik und Daten muss optimiert werden, vorhandene Ressourcen müssen besser genutzt und Organisation und Koordination verbessert werden.
Die Messe Berlin (ExpoCenter City) öffnet ihre Tore zur FRUIT LOGISTICA 2019 vom 06. bis 08. Februar - nur für Fachbesucher.