6. Dezember 2018 06:50

Messe in Hamburg - Mineralien Hamburg 2018: Sonderschau zeigt seltene Schätze aus dem Weltall

Sie sind Millionen oder sogar Milliarden Jahre alt und kommen aus den endlosen Weiten des Universums: Meteoriten. Die Mineralien Hamburg widmet sich den geheimnisvollen Gesteinen aus dem All mit der großen Sonderschau „Meteoriten – Botschafter ferner Galaxien“. Die mit rund 400 Ausstellern aus dem In- und Ausland viertgrößte Mineralienbörse der Welt und größte Schmuckmesse Nordeuropas öffnet vom 07. bis zum 09. Dezember 2018 auf dem Hamburger Messegelände ihre Tore.


Bei Meteoriten handelt es sich um das älteste bekannte Gestein, zum Teil entstanden bei der Geburt unseres Sonnensystems vor 5,5 Milliarden Jahren. Sie sind meistens magnetisch und schwerer als irdisches Gestein und haben häufig eine Schmelzkruste, die sich bei ihrem Eintritt in die Atmosphäre bildete. Benannt werden Meteoriten in der Regel nach ihrem Fundort. Die Mineralien Hamburg präsentiert faszinierende Stücke aus privaten Sammlungen, darunter auch fünf Meteoriten, die ursprünglich aus der Sammlung des Vatikans stammen.

Ein Stück des größten Meteoriten der Welt
Zu den faszinierendsten Exponaten der Sonderschau gehört ein 1,36 Kilogramm schweres Teilstück des Hoba-Meteoriten. Dieser Koloss mit Maßen von 2,7x2, 7x0,9 Meter und einem Gewicht von mehr als 60 Tonnen ist das weltweit größte Einzelstück eines Meteoriten. Entdeckt wurde er 1920 in Namibia in der Nähe von Grootfontein von einem Bauern beim Pflügen seines Feldes. Seit Mitte der 1950er Jahren gehört der Hoba-Meteorit als „National Monument“ zu den streng geschützten Denkmälern des Landes und ist eine beliebte Touristenattraktion. Da eine Probenentnahme nicht mehr erlaubt ist, gelten selbst kleine Splitter heute als Kostbarkeit. In Hamburg wird eines der seltenen Teilstücke gezeigt, das 1931 erstmals in einem Fachartikel erwähnt wurde.

Schillernde Scheiben und ein Gruß vom roten Planeten
Die schönsten Meteorite sind zweifellos die Pallasite, die aus einer Verwachsung von Olivin mit metallischem Eisen bestehen. In dünne Scheiben geschnitten und poliert leuchten die gelbgrün-transparenten Olivine inmitten des undurchsichtigen Eisens hell auf. Eine gewisse Bekanntheit erlangte ein Pallasit mit dem Namen Esquel, der 1951 bei einem Brunnenbau in Patagonien in Argentinien entdeckt wurde. Seine Scheiben sind wegen ihrer großen Schönheit sehr begehrt und äußerst wertvoll. Auf der Mineralien Hamburg ist die mit einer Breite von rund 90 Zentimetern weltweit größte Scheibe aus diesem Fund zu sehen.

Einen relativ kurzen Weg zur Erde hatte der Chassigny-Meteorit zurückgelegt, als er am 3. Oktober 1815 in Frankreich einschlug. Er stammt vom Mars und war eines der Fragmente, die bei einem Großmeteoriten-Einschlag auf unserem Nachbarplaneten im Weltraum aus der Marsoberfläche herausgeschlagen und ins All geschleudert wurde. Teilstücke des Chassigny-Meteorit sind extrem selten.

Solare Materie und Gestein mit Eiseneinschlüssen
Eine Rarität unter den Meteoriten-Raritäten ist auch der Bencubbin-Meteorit, den ein Farmer im Jahre 1930 in Westaustralien entdeckt hat. Zwei weitere Stücke wurden 1959 und 1974 gefunden. Zunächst für einen normalen Stein-Meteoriten gehalten ergaben wissenschaftliche Untersuchungen, dass es sich beim Bencubbin-Meteoriten um einen ganz neuen Typ Weltraum-Gestein aus sehr alter, ursprünglich solarer Materie handelt. Dementsprechend wird er weiterhin intensiv erforscht.

Bei dem Ghubara-Meteoriten, der in den 1950er Jahren im Wüstengebiet im Oman nahe der Stadt Ghubara gefunden wurde, handelt es sich um einen Stein-Meteoriten mit Eisen-Einschlüssen, die sich silberfarben vom dunklen Gestein abheben. Neben mehreren kleinen Stücken wurden auch zwei größere entdeckt. Eines davon mit einem stattlichen Gewicht von 17 Kilogramm können die Besucher der Mineralien Hamburg aus der Nähe betrachten.


Eine Skulptur aus dem All
Rund 140 Meteoriten aus seiner privaten Sammlung zeigt Rainer Bartoschewitz in Hamburg. Einige der Exemplare, die in Deutschland, China, der Antarktis und anderen Teilen der Welt entdeckt wurden, hat der passionierte Sammler selbst gefunden, andere gekauft. „Eines meiner Lieblingsstücke stammt von dem Digor-Meteoriten. Der Eisen-Meteorit wurde in China in der Taklamakan-Wüste entdeckt. Das Exponat in Hamburg sieht aus wie eine Skulptur aus dem All“, schwärmt Rainer Bartoschewitz, der seine Sammlung erstmals auf einer Mineralienbörse präsentiert.

Bestimmungsstand für Meteoriten
Neben seinen Meteoriten bietet Rainer Bartoschewitz auch einen Bestimmungs-Service für Meteoriten an. Hier können die Besucher der Mineralien Hamburg private Fundstücke, über deren Herkunft sie nicht sicher sind, von einem Fachmann untersuchen lassen. Handelt es sich tatsächlich um einen Meteoriten, würde Rainer Bartoschewitz auch die Klassifikation und offizielle wissenschaftliche Registrierung des Exemplars übernehmen. Dafür muss eine kleine Probe des Meteoriten bei einer Forschungseinrichtung wie einer Universität abgegeben und dort hinterlegt werden.

Die Messe Hamburg öffnet ihre Tore für die 41. Mineralien Hamburg vom 07. bis 09. Dezember 2018.

Kontakt:
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