Vom 28. bis 30. August 2026 ist der Schlossgarten von Schwetzingen bei Heidelberg wieder Treffpunkt der 160 schönsten Oldtimer der letzten 125 Jahre - Classic-Gala Schwetzingen ist der traditionsreichste internationale deutsche Concours d’Elegance in einem Schlossgarten, wie immer gemäß FIVA-Reglement.
Was 2001 mit dem ersten „European Concours d’Elegance“ begann, hat sich zu einem weltweit beachteten internationalen Concours d’Elegance Automobile entwickelt.
Einmalige Zeitreise durch die Automobilgeschichte
Ob Dampf- oder Elektroauto, Motorkutsche oder Wirtschaftswunder-Kleinwagen oder auch Staatskarossen und clevere Einzelentwicklungen - die Messe in Schwetzingen zeigt für den familienfreundlichen Eintrittspreis von nur 9 Euro zzgl. 2.- € Servicegebühr - wie sich das Automobil entwickelt hat und dass Design ein wichtiges Kriterium ist. Dank des günstigen Eintritts ist dieses besondere Event für jedermann zugänglich – eine einmalige Gelegenheit, automobile Exzellenz in einem der schönsten Schlossgärten Europas zu erleben.
Eine internationale Jury prämiert die schönsten und seltensten Fahrzeuge, während die Besucher in stilvollem Ambiente flanieren und staunen. Die ASC-Classic-Gala Schwetzingen ist mehr als ein Wettbewerb – sie ist ein gesellschaftliches Ereignis, das Automobilkultur, Kunst und Lebensart vereint. Ausgezeichnet als „One of the Greatest Concours“ durch The Concours Year, setzt die ASC-Classic-Gala Schwetzingen Maßstäbe in der Welt der Automobilveranstaltungen.
Im kreisrunden Barockgarten mit mehr als 300 Metern Durchmesser präsentieren darüber hinaus ausgewählte Marketender Automobilia, stilgerechte Bekleidung, Literatur, Modellautos und Accessoires. Dazu gibt es Live-Jazz mit „4 to the bar“ und kulinarische Inseln im Park verwöhnen die Zuschauer. Im Südflügel stellen namhafte Künstler ihre automobilbezogenen Werke aus und nebenan spielt ein Pianist. Im US-Car-Concours mitten zwischen den Straßenkreuzern finden Square-Dance Shows und Elvis-Liveauftritte statt, während es BBQ und US-Burger gibt.
Flanieren, genießen und in Ruhe Automobilgeschichte erleben, das geht bei Classic-Gala Schwetzingen auf unnachahmliche Weise: 2025 kamen mehr als 28.000 begeisterte Besucher.
Jubiläen und Ehrenmarken
Auch in 2026 gibt es wichtige Jubiläen, Sonderthemen und Automobil-Highlights, die Schwetzingen unvergleichlich machen: 100 Jahre Maserati – Eleganz, Geschwindigkeit und Rennsport.
Genau 1926 stellten die Brüder Alfieri, Bindo, Ernesto und Ettore Maserati mit dem Tipo 26 Achtzylinder ihr erstes Automobil fertig – höchst ambitioniert mit Reihen-Achtzylinder. Aus der Fabrik für Zündkerzen und Autoelektrik wurde ein Automobil-Unternehmen. Mit dem Tipo 26 entstand der erste echte Maserati-Rennwagen, der bei der Targa Florio in Sizilien auf Anhieb seine Klasse bis 1500ccm gewann.
Deshalb feiert ASC-Classic-Gala Schwetzingen in Partnerschaft mit Maserati Deutschland 100 Jahre Maserati-Automobile mit den wichtigsten Modellen der Marke mit dem Neptuns-Dreizack. Die neuesten Modelle können sogar Probe gefahren werden.
Die goldene Ära des Grand-Prix-Rennsports
In den 1930er Jahren gehörte Maserati zu den führenden Rennwagenherstellern Europas, der 1929 mit dem Typ V 4 sogar einen Vierliter-16-Zylinder einsetzte. Besonders legendär wurde der Dreiliter-Maserati 8CTF der Ende der 1930er den internationalen Rennsport dominierte. Maserati trat damals gegen erfolgreiche Marken wie Alfa Romeo, Bugatti, Mercedes oder Auto Union an und entwickelte sich zu einem ernsthaften Wettbewerber. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen einen Maserati für die Straße wollten und die A6-Modelle von Ghia, Pininfarina, Touring, Vignale oder Zagato begründeten den italienischen Gran-Turismo-Stil.
Von der Rennstrecke auf die Autobahn
ASC-Classic-Gala zeigt mit einem 4CLT-Monoposto und einem 8 CM typische Maserati-Formelwagen sowie den Beginn der Serien GT-Wagen mit dem 3500 GT. Dem 3500 GT folgten 1963 gleich drei neue Modelle: der von Vignale gestaltete klassische Sebring, der ähnlich motorisierte Mistral mit futuristischer Frua-Karosserie und der einzigartige Quattroporte, auf Anhieb schnellste Serienlimousine der Welt. Sie etablierten Maserati als Konkurrenten von Ferrari, Jaguar und Aston Martin, weshalb Maserati 1967 mit dem Ghibli erstmals in die 280 km/h-Liga vorstieß. Hinzu kam 1969 der Maserati Indy als klassischer 2+2, der bis 1975 von 1.136 Kunden gekauft wurde. Die meisten dieser Maserati werden auf der Schlossterrasse von Schwetzingen stehen.
Maserati und Citroen
1968 übernahm Citroën die Mehrheit von Maserati und brachte innovative Technik und ganz neue Motorkonzepte ein. Der 1971 erschienene Maserati Bora war Maseratis erster Mittelmotor-Supersportwagen, dem 1972 mit fast identischer Karosserie der Merak mit einem Dreiliter V-6-Motor und vielen Citroen Gleichteilen folgte. Als Nachfolger des nur bis 1973 gebauten Ghibli kam 1974 der keilförmige Khamsin mit dem gläsernen Heck, bei dem sich das avantgardistische Design von Giugiaro mit einem 360 PS starken 5-Liter V-8 verband und trotzdem mit nur 421 Kunden in acht Jahren weit hinter den Erwartungen blieb – der Khamsin war ein Exot, der in Schwetzingen bewundert werden kann. 1975 übernahm der südamerikanische Industrielle Alejandro de Tomaso die Marke und führte mit dem 1977 präsentierten Kyalami und dem Quattroporte III das kantige Design der 70er Jahre ein, das beim Quattroporte großen Anklang fand.
Mit Turbo auf SL-Jagd
1981 erschien der Maserati Biturbo – ein kompaktes Luxus-Coupé mit Biturbo-Aufladung, das zunächst auf dem Markt bis 2-Liter die Luxussteuer vermied. Mit dem Spider kam auch ein 2,5-Liter V-6, ab 1988 sorgten 2,8-Liter und 250 PS für 230 km/h. Das Auto war einerseits technisch revolutionär, machte Maserati andererseits aber auch erstmals vergleichsweise erschwinglich. Die Biturbo-Generation mit ihren mehr als sechs Varianten bis zu Karif, Shamal und Ghibli II wird bei ASC-Classic-Gala vertreten sein.
Maserati Renaissance dank Ferrari
1993 übernahm FIAT die Marke Maserati, bis die auch zu FIAT gehörende Firma Ferrari die Kontrolle über die Marke bekam und zum Debut den kompakten Quattroporte IV präsentierte, dem Altmeister Marcello Gandini eine zeitlos elegante Form gab. Die neue Ära als Top-Sportwagen-Marke leitete 1998 der neue Maserati 3200 GT ein, berühmt durch seine bumerangförmigen Rückleuchten, dessen 3,2-Liter V-8 satte 368 PS leistete. Ab 2001 gab’s sogar 4254 ccm und einen Spyder und mit dem großen Maserati Quattroporte V knüpfte Maserati 2004 an seine Limousinen-Tradition an. Die Ferrari-Technik blieb meist verborgen, wurde aber beim Rennsport-Modell Maserati MC12 von 2004 besonders betont: der spektakuläre Kleinstseriensportwagen basierte technisch auf dem Ferrari Enzo und wurde zu einer Motorsportlegende, weil Maserati mit dem 630 PS-Nettuno-V-12 mehrfach die FIA-GT-Meisterschaft gewann und eindrucksvoll in den internationalen Rennsport zurückkehrte.
Der wieder von Ital-Design gestaltete Maserati Quattroporte gilt als eine der charaktervollsten Luxuslimousinen der Welt, der Maserati GranTurismo wurde als Nachfolger des GranSport von 2005 wegen seines V8-Klangs und seines Designs weltberühmt. Auch aus dieser Maserati-Zeit werden in Schwetzingen Meilensteine zu sehen sein.
Maserati war überzeugend die Marke von Künstlern, Aristokraten und Rennfahrern wie Juan Manuel Fangio, Stirling Moss, Carroll Shelby oder Lucky Casner. Zu den berühmten Maserati-Besitzern gehörten auch Frank Sinatra, Peter Sellers, Marcello Mastroianni oder Jay Kay, weil die Marke Exklusivität mit Understatement verbindet – Maserati ist weniger auffällig als Ferrari, aber ebenso emotional – bei ASC-Classic-Gala Schwetzingen kann man Maserati als Schlüssel zur italienischer Automobilkultur erleben.
Das Schloss Schwetzingen öffnet seine Tore für die Classic-Gala Schwetzingen 2026 vom 28. bis 30. August 2026.
Städteübersicht für weitere Messen in Baden-Württemberg.
Kontakt: 4C Concept Wolfgang Gauf, Johannes Hübner, Tel.: +49 (0) 6031 161 83 79, E-Mail: office@classic-gala.de